Satellitennavigationssystem Galileo beginnt Betrieb

Das Satellitennavigationssystem Galileo ist „ONLINE“

Nach langem hin und her ist das Satellitennavigationssystem Galileo seit gestern, dem 15.12.2016 nun in Betrieb.

Das Bundesverkehrsministerium und die EU-Komission teilten demnach mit, dass das Satellitennavigationssystem nun in Betrieb ist, wenn auch vorerst auf Sparflamme.

Was das genau bedeutet und wie die weitere Zukunft aussieht, lest ihr hier.

Bis 2020 auf Sparflamme

Galileo arbeitet demnach aktuell lediglich mit 18 Satelliten, bis 2020 sollen es dann insgesamt 30 Satelliten sein.

Warum das Satellitennavigationssystem Galileo auf Sparflamme läuft? Ganz einfach, lediglich zwei Smartphones können beispielsweise die Daten derzeit überhaupt verarbeiten und umwandeln.

Satellitennavigationssystem Galileo

Satellitennavigationssystem Galileo startet Betrieb für die EU

Bisher ist eine mobile Standorterkennung möglich, des weiteren können Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste auf die Daten zugreifen.

In der heutigen Zeit schreitet die Technik natürlich schnell voran, sodass es keinem Angst und Bange werden muss, ob diese Technik überhaupt zeitnah nutzbar sein wird.

Für Smartphone-Nutzer ändert sich so oder so nichts, denn sie können nach wie vor auf das bekannte GPS zurückgreifen.

Vorteile von Galileo

Für Europa und die EU soll Galileo der Heilsbringer werden und zudem will man sich vom amerikanischen Satellitensystem unabhängig machen.

Vorteile von Galileo sind ab 2018 beispielsweise in allen Neufahrzeugen verbaut, denn Neuwagen haben dann alle automatisch ein entsprechendes System zum Empfang der Daten verbaut.

Damit lassen sich nicht nur einfacher und schneller Verkehrsdaten abrufen, auch im Notfall können Neufahrzeuge dann z.B. via E-Call die notwendige Hilfe anfordern unter Bereitstellung der Standortdaten.

Kosten des Satellitennavigationssystem Galileo

Eigentlich war ein Start für 2008 geplant, ein heftiger Streit zwischen den europäischen Partnerländern brachte jedoch Verzögerung hinein, deshalb gab es auch zunehmend Kritik an dem Projekt.

Als 2014 auch noch zwei Satelliten in die falsche Umlaufbahn geschickt wurden, hagelte es umso mehr Kritik.

Seit dem Vorhaben haben sich die Kosten des Satellitennavigationssystem Galileo verdoppelt und liegen mittlerweile bei 7 Milliarden Euro.

Deutschland ist als einer der größten Förderer mit 20% an den Kosten beteiligt, könnte zum Teil auch daran liegen, dass die Startbasis und Steuerung des Satelliten Galileo aus Deutschland ( Oberpfaffenhofen ) erfolgt.


FAZIT

Das Projekt „Satellitennavigationssystem Galileo“ verlief natürlich nicht nach Plan, wie es so oft der Fall bei größeren Projekten mehrerer Länder der Fall ist.

Dennoch ist der Startschuss gefallen und eine Unabhängigkeit von GPS liegt Nahe, auch die weiteren Vorteile der Standortbestimmung insbesondere bei Notfällen liegt auf der Hand.

Mit E-Call wird eine gute Basis in neueren Autos geschaffen um schnell und gezielt Hilfe im Notfall zu erhalten, mit dem Satellitennavigationssystem Galileo ist diese Lösung dann zunehmend attraktiver.

Autor im Blog: Janus Schulz

 

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