PKW Zulassung

Für die Zulassung Ihres privat genutzten PKW benötigen Sie folgende Unterlagen:

 

Zulassung eines Neufahrzeuges:

  • elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) - bislang Doppelkarte/Deckungskarte - Ihrer Kfz-Versicherung
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Fahrzeugbrief bzw. Zulassungsbescheinigung Teil II
  • Einzugsermächtigung für die Kraftfahrzeugsteuer

Zulassung bei Halterwechsel:

  • elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) - bislang Doppelkarte/Deckungskarte - Ihrer Kfz-Versicherung
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Fahrzeugbrief bzw. Zulassungsbescheinigung Teil II
  • Fahrzeugschein bzw. Zulassungsbescheinigung Teil I oder Abmeldebescheinigung
  • Bescheinigung über gültige Haupt- (HU) und Abgasuntersuchung (AU)
  • Einzugsermächtigung für die Kraftfahrzeugsteuer
  • Bisherige Kfz-Schilder

 

So funktioniert die EVB:

 

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Am 01.03.2007 ist die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) in Kraft getreten.

 

Damit gibt es erstmals ein eigenes und einheitliches Regelwerk über die Zulassung von Fahrzeugen. Die bislang geltenden zulassungsrechtlichen Bestimmungen der StVZO, der IntKfzVO sowie die 49. Ausnahmeverordnung zur StVZO werden dadurch ersetzt. Wir haben hier für Sie die häufigsten Fragen zu zusammengestellt.

 

Wer ist betroffen

 

Alle Zulassungen eines Kraftfahrzeuges, die ab dem 01.03.2007 vorgenommen werden, richten sich nach den neuen Bestimmungen der FZV. Dies umfasst neben der Zulassung des Fahrzeuges auch die Abmeldung oder Ummeldung. Ältere Zulassungen und ausgegebene Kennzeichen bleiben bis zur nächsten Befassung durch die Zulassungsstelle nach altem Recht gültig.

 

 

Welche Besonderheiten gelten bei einer Firmenzulassung des Fahrzeuges?

 

Bei juristischen Personen, Unternehmen oder anderen Einrichtungen ist das Fahrzeug am Ort des Firmensitzes oder der beteiligten Niederlassung zuzulassen. Besteht im Inland kein Firmensitz bzw. keine Niederlassung, so ist die Behörde des Wohnortes oder des Aufenthaltsortes eines Empfangsberechtigten zuständig. Da die FZV nur juristische und natürliche Personen als Inhaber einer Zulassung akzeptiert, wird auch die Zulassung auf eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts bzw. auf eingetragene Kaufleute neu geregelt. So kann in diesen Fällen eine Zulassung zukünftig nur noch auf einen "benannten Vertreter" mit dessen Personaldaten erfolgen (§ 6 Abs. 1 FZV). Das bedeutet, dass eine Zulassung nicht mehr z.B. auf eine Anwaltskanzlei als GbR erfolgen kann, sondern nur auf einen der beteiligten Anwälte in seiner Eigenschaft als benannter Vertreter

 

Was geschieht nach der Abmeldung mit den bisherigen Kennzeichen?

 

Neu ist auch, dass außer Betrieb gesetzte Fahrzeuge nicht mehr automatisch das bisherige Kennzeichen behalten. Nach alter Rechtslage wurde ein vorübergehend stillgelegtes Fahrzeug auf das alte Kennzeichen wieder zugelassen, so dass ein zugeteiltes Kennzeichen maximal 18 Monate ruhte. Bei Abmeldungen ab 1.3.2007 wird das Kennzeichen nach wenigen Tagen vom Kraftfahrtbundesamt für andere Zulassungen wieder freigegeben. Allerdings kann sich der Halter das bisherige Kennzeichen zum Zwecke der Wiederzulassung befristet reservieren lassen, wobei eine Reservierungsgebühr anfällt. Der maximale Reservierungszeitraum ist - je nach Bundesland - unterschiedlich und beträgt 6 und 12 Monaten. Der bisherige Halter eines außer Betrieb gesetzten Fahrzeuges hat auch die Möglichkeit, das bisherige Kennzeichen auf ein anderes Fahrzeug zu übernehmen. Auch hier wird eine Vorreservierungsgebühr sowie eine Wunschkennzeichengebühr (zusätzlich zur allgemeinen Zulassungsgebühr) fällig. Zwischen der Außerbetriebsetzung und der erneuten Vergabe muss jedoch eine Frist von mindestens einem Tag liegen.

 

Was ist für die Wiederzulassung erforderlich?

 

Bisher erlosch die Betriebserlaubnis automatisch nach 18 Monaten, so dass für die Wiederzulassung eine Vollabnahme nach § 21 StVZO erforderlich war. Eine solche Vollabnahme ist nach neuem Recht nur noch erforderlich, wenn für das Fahrzeug keine Datennachweise mehr vorhanden sind, weil die Fahrzeug- und Halterdaten im zentralen Fahrzeugregister gelöscht sind. Eine solche Löschung erfolgt jedoch erst nach 7 Jahren. Bei kürzeren Zeiträumen der Stilllegung genügt daher die Vorlage der bisherigen Fahrzeugpapiere sowie eine neue Haupt- und Abgasuntersuchung, sofern diese inzwischen abgelaufen sind. Gutachten nach § 21 StVZO dürfen zukünftig von allen anerkannten Prüforganisationen erstellt werden.

 

Was ändert sich für die Zulassung von Oldtimern?

 

§ 2 Nr. 22 FZV definiert den Oldtimer als ein Fahrzeug, das vor mindestens 30 Jahren erstmals in den Verkehr gekommen ist, weitestgehend dem Originalzustand entspricht, in einem guten Erhaltungszustand ist und zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dient. Maßgeblich ist dabei der Tag der Erstzulassung, nicht das Baujahr. Damit ist der Begriff des Oldtimers erstmals gesetzlich und einheitlich definiert. Sowohl für das H-Kennzeichen wie auch das rote 07-Oldtimer-Kennzeichen ist nunmehr ein Mindestalter von 30 Jahren vorgeschrieben; die bisherige Praxis bei der Vergabe der 07-Kennzeichen mit einem Mindestalter von 20 Jahren ist damit überholt. Fahrzeuge, die bereits nach altem Recht mit 07-Kennzeichen zugelassen waren, genießen umfassenden Bestandsschutz; dies gilt unabhängig davon, ob dieses Kennzeichen befristet oder unbefristet erteilt wurde. Für die steuerbegünstigte Zulassung als Oldtimer ist ein Gutachten einer anerkannten Prüforganisation nach § 23 StVZO erforderlich, das jetzt nicht mehr nur von amtlich anerkannten Sachverständigen, sondern auch von Prüfingenieuren erstellt werden darf. Die inhaltlichen Anforderungen an den Erhaltungs- und Pflegezustand haben sich nicht geändert, so dass die verbindlichen Bewertungsmaßstäbe für die Begutachtung von Oldtimer-Fahrzeugen (Verkehrsblatt 1997, 515) weiterhin gelten.

 

Was ändert sich bei roten Kennzeichen?

 

Nach bisheriger Regelung durften rote Kennzeichen auch für Fahrten zur Anregung der Kauflust verwendet werden. Dieser Verwendungszweck ist in § 16 FZV entfallen. Erlaubt sind nur noch Probe-, Prüfungs- und Überführungsfahrten, die durch § 2 Nr. 23 bis 25 FZV näher definiert sind. Darüber hinaus wird in § 16 Abs. 3 Satz 1 FZV festgeschrieben, dass die roten Kennzeichen nur für die betriebliche Verwendung zugeteilt sind, also nicht mehr dritten Personen zur Nutzung überlassen werden dürfen.

 

Was ändert sich bei der Abmeldung?

 

Nach bisherigem Recht wurden Fahrzeuge entweder vorübergehend stillgelegt, wenn eine spätere Wiederzulassung geplant war, oder es erfolgte eine endgültige Stilllegung, wenn das Fahrzeug verwertet oder ins Ausland ausgeführt wurde. Beide Vorgänge werden durch die "Außerbetriebsetzung" nach § 14 Abs. 1 FZV abgelöst.

 
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